Auf der Lehrerkonferenz im Goethe Institut Tel Aviv gab es letzte Woche den  Marmorkuchen von Hueber. Da hat sich der Verlag ein Titelbild ausgesucht,  dass es  auf die Speicheldrüsen der vernaschten DaF-Lehrerinnen abgesehen hat.

„Auf die richtige Mischung („Blend“) kommt es an!“ Das ist die einzige Anspielung auf die abgebildete Mehlspeise, denn in ihrem Einleitungsbeitrag legen die Heftherausgeber Dietmar Rösler und Nicola Würffel gleich mit dem Begriff des Blended Learning los, zu dem es “ (…) inzwischen viele Definitionen“ und unterschiedliche Vorstellungen gebe und  führen einige  Szenarien aus. Ein durchbackenes Geschenk also für Einsteiger  und  Profis.

Schade, dass die Metapher des Backbuches nicht beibehalten wurde, da doch die Einträge  explizit für „Einsteiger“ gedacht sind, der letzte Beitrag , „eine „Bauanleitung [eher für Profis] für eine Web 2.0-Lernumgebung“, dürfte demnach eher nach Mörtel schmecken, wenn man vorher nicht andere Beiträge im Unterricht „gebacken“ hat. Meine  Empfehlung:

  • einen Beitrag adaptieren (Lernergruppe)
  • in der Lernergruppe ausprobieren
  • evaluieren ( nachfragen, wie’s geschmeckt hat)
  • wenn’s geschmeckt hat, einen  schwierigeren Beitrag adaptieren
  • sollte es  nicht geschmeckt haben, selber  einen „Fortbildungskurs“ belegen, denn
  • beim Thema „Blended Learning“ gibt es “ selbstgekauft“ erst, wenn man vorher viel „selbstgebacken“ hat.