Signiertes Portrait

Im Auftrag von russischer Seite intervenierte Interpol bei dem Wiener Auktionshaus Rudolfinum, ein Portrait aus dem Angebotskatalog zu entfernen.Das Porträt zeigt den jungen Stalin und soll angeblich von Hitler gemalt worden sein. Wie  offizielle russische Quellen behaupten, sei das Porträt aus dem  Archiv des Präsidenten der russischen Förderation gestohlen worden.

Ursprünglich wurde es rechtlich von dem Erben eines Leibwächters, der  Stalin  in seiner Datscha in Kuntsevo zu Diensten stand, erworben.
Die Entstehung des Porträts ist ziemlich mysteriös. Während Stalin im Frühjahr 1913 in Wien an der  Fertigstellung des „Marxismus und die nationale Frage“arbeitete, lebte er  in der Wohnung des späteren sovjetischen Botschafters in den USA  Alexander Trojanowski in der Nähe des kaiserlichen Schlossparkes Schönbrunn.

Auf  den täglichen Spaziergängen im Park muss er sicherlich auf die jungen arbeitslosen Künstler gestossen sein, die ihre Werke verscherbelten. Obwohl Hitler zu dieser Zeit in einem Männerheim lebte, besuchte er fast täglich den von Touristen überlaufenen Schlosspark. Seltsam ist, dass das Portrait von Hitler, der ausschließlich Landschaftsbilder malte, stammt. Da weder Stalin der deutschen noch Hitler der russischen Sprache mächtig waren, muss angenommen werden, dass Dritte eine Vermitterrolle übernahmen, damit das Bild entstehen konnte. In Betracht kommen Trojanowski oder ein Agent, der mit dem Hitlerfreund Reinhold Harnisch in Verbindund stand.

Noch seltsamer ist, dass Stalin sein Wiener Souvenir  ein Leben lang sorgfältig aufhob. Dies müsste auf  eine engere als nur eine  flüchtige Begegnung der beiden Dikatoren im Park  zu deuten sein .

via ru_historical_anecdote