Pessach, das Fest der ungesäuerten Brote,  erinnert an den Auszug der Israeliten  aus  ägyptischer Knechtschaft in die Freiheit. „Der Tod und die Auferstehung Jesu Christi haben nach dem Neuen Testament an Pessach stattgefunden. Nach den Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas war das Letzte Abendmahl ein Pessachmahl“, unterstreicht die Judaistin Regina Grundmann.

Wenn man das heutige jüdische Pessach mit dem aus der biblischen Zeit stammenden Elementen vergleicht, so ist neben nicht unwichtigen Unterschieden doch substanzielle Identität festzustellen. Im Neuen Testament wird keine genaue Beschreibung des Ablaufes eines Pessachmahles gegeben, sondern als bekannt vorausgesetzt.

In Lukas 22: 19, 20 wird der Afikoman gebrochen, somit hat  Jesus beim letzten Abendmahl Matze  gegessen.

Ursprünglich fanden das jüdische Pessach und das frühchristliche Paschafest, aus dem sich das heutige Ostern entwickelt hat, gleichzeitig statt. Erst eine Entscheidung auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 trennte das Osterdatum vom Pessachfest – ein bewusster Akt der Abgrenzung des Christentums vom Judentum.

Frohe Feiertage und חג שמח