Also gut, die 4. Woche im #opco11 ist eingeläutet. Am Samstagabend bin ich die Lektüreliste durchgegangen, in der mir  Michael Kerres  Bemerkung zu    Rolf Schulmeister  aufgefallen ist, danch habe Schulmeister den Begriff der PLE in seiner abschliessenden Keynote amüsant und klug zugleich „dekonstruiert“.

Was PLE ist, darüber bin ich mir im MOOC PLENK2010 klar geworden. Um so vergnügter konnte ich deshalb dem Vortrag PLE zwischem Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung? folgen. Ich mag Vorträge, vorausgesetzt, sie sind so gut und amüsant wie bei Schulmeister, deshalb bin ich auf das Online Event am  08.05.2011 mit ihm  gespannt.

Was habe ich aber aus seinem Vortrag für meine Arbeit gelernt? Um mir diese Frage zu beantworten war Vortragfoliensuche  auf slideshare angebracht. Und hier sind die Zitate, die für mich Gewicht haben:

  1. „Lernen hat sich nie verändert, Unterrichten schon, wenn auch sehr langsam. Lernen bedeutete und bedeutet immer selbst aktiv zu sein“
  2. Persönliches Lernen und gemeinsames Lernen sind zwei Aspekte, deren Fokus unterschiedlich ist.
  3. Selbstreflexion und Kollaboration stören sich und beides sollte nicht in einer Umgebung beheimatet sein.
  4. Die innere Differenzierung durch die Diversität der Lerner muss wieder in den Vordergrund rücken.
  5. Technologie und Sozialisation entwickeln sich unterschiedlich schnell.


Gefallen hat mir, dass Schulmeister nichts über den Lehrer sagen wollte. Eine weise Einstellung.

Ich unterrichte Erwachsene und sehe mich als Kursleiter, eine Erwachse unter anderen Erwachsenen, die nur eines besser beherrscht, den Kursinhalt. Ich weiss, wolang es geht und wie das Etappenziel zu erreichen ist.

Deshalb zucke ich immer zusammen,  wenn das Wort Pädagogig, wie auch in  Schulmeisters Vortrag, fällt. Andragogig  ist der richtige Begriff. Was mich somit auf Kerres Frage zurückbringt:

„Wie lernen Schüler/Studierende (im Kontext von Web 2.0)? Wie können wir – ausgehend von Arbeits- und Lerngewohnheiten der Lernenden – Umwelten schaffen, die sich als lernförderlich erweisen?“

Studierende sind doch Erwachsene oder?

Minderjähriger Schüler ist man nur bis 18, trotz der Siezerei ab 16 oder liege ich da falsch?

Ich stamme aus der Zeit, als frau erst mit 21 volljährig wurde. Waren diese vier Jahre,  vom Schüler zum Erwachsenendasein,  um mit der Sozialisation zu sprechen, richtig vorgesehen?

Schwirren diese vier Jahre immer noch in den Köpfen der Professoren, wenn sie Lernumgebungen  für die 23 Stunden-Engagierten planen?

Wenn die Uni mich auch nur am Rande interessiert, Studenten gibt es unter meinen Kursteilnehmern, und Praktikanten, aus der BRD, kommen ebenfalls in meine Kurse. Irgendwie sind meine Überlegungen noch nicht ausgegoren.

Jetzt höre ich mir erst einmal den Vortrag vorneweg an…..